1969 - 2019: Fünfzig Jahre Mondlandung





Die Bedeutung der Mondlandung - Blick zurück nach vorn



Die Bilder der Mondflüge der NASA in den 1960er Jahren sind Ikonen der Moderne - das erste Foto aus dem Weltall zeigt die Erde zart und blau.

Neil Armstrong, der mit krächzender Stimme und in der Zeitlupe der Schwerelosigkeit die Mondoberfläche betritt.

Die Landung von Apollo 13 am 20. Juli 1969 bekräftigte die technologische Überlegenheit der USA im Kalten Krieg und trug dazu bei, dass das westliche Bündnis als Sieger daraus hervorging. Die beeindruckenden Bilder der Erde – betrachtet vom Weltall - schufen ein Zusammengehörigkeitsgefühl, das wesentlich wurde für eine weltweite Bewegung für Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Kurzer Rückblick: Das Jahr 1945 brachte eine Zäsur im Umgang mit technologischem Fortschritt. Begründet durch den industriell betriebenen Massenmord des deutschen NS-Regimes in weiten Teilen Europas sowie den Abwurf der beiden Atombomben auf Japan durch die USA begann eine Phase der Skepsis gegenüber modernen Technologien.

Erst die Mondlandung erzeugte erstmals wieder vorbehaltlose Begeisterung für große technologische Innovationen. Nur die Begeisterung über das iPhone in den 2000er Jahren kam dieser Euphorie nahe und befeuerte die Suche nach Anwendungsmöglichkeiten vielfältigster Art.

Daher wird hier gefragt:

- Welche Bedeutung hat die Mondlandung ein halbes Jahrhundert später für die Gegenwart?
- Kann die Erinnerung an diesen "großen Schritt für die Menschheit" (Neil Armstrong) helfen, wenn es darum geht, das Verhältnis von wissenschaftlicher Erkenntnis und gesellschaftlicher Entwicklung neu zu definieren?
- Für welche Forschungen sollen riesige Summen investiert werden?
- Welchen großen Schritt will, sollte oder müßte die Menschheit in der ersten Hälfte des 21. Jahrhunderts gehen?

Die folgenden neun Kapitel reflektieren die Vergangenheit und begeben sich auf die Suche nach neuen Antworten.








Redaktion: tobias paul (20.07.2019)









Ralf Oberndörfer

Ralf Oberndörfer ist Volljurist und arbeitet als freiberuflicher Rechtshistoriker in Berlin. Er beschäftigt sich mit der deutschen Justiz- und Polizeigeschichte des 20. Jahrhunderts und mit der Bekämpfung von Antisemitismus und gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Am Weltall mag er Raumschiff Enterprise, ländliche Sternenhimmel und die menschliche Fähigkeit zu träumen. Mehr: www.histox.de

Annika Siems

Annika Siems ist eine international ausgezeichnete Autorin und Illustratorin. Sie studierte Illustration und Malerei in Hamburg und Paris. Sie arbeitet hauptsächlich im Bereich der Gesellschafts- und Wissenschaftsillustration für Magazine wie die Zeit und schreibt eigene Bücher. Im Herbst 2019 erscheint ihr neuer Titel „Reise in die geheimnisvolle Tiefsee“ bei Prestel.

Mehr: www.annikasiems.com