Integration vor Ort erfolgreich gestalten

Vier Videotutorials, die helfen, die Integration geflüchteter Menschen gut und praxisnah umzusetzen

Nachdem in den Jahren 2015/16 hunderttausende Flüchtlinge Aufnahme in Deutschland gefunden haben und die Erstversorgung vielerorts abgeschlossen ist, beginnen nun die "Mühen der Ebene". Neben schnellen Erfolgen werden alle Beteiligten mit Schwierigkeiten und auch Rückschlägen konfrontiert werden.

Das Ziel der Integrationsarbeit ist, dass Zugewanderte sich hier in Deutschland für diese Gesellschaft entscheiden. Und dass sie ein grundsätzliches Vertrauen in diese Gesellschaftsform und in den Rechtsstaat entwickeln.

Integration geschieht vor allem auf lokaler Ebene und wird von diversen Behörden, Verbänden und Initiativen sowie zahlreichen Freiwilligen unterstützt. Dafür Dank und Anerkennung!

Zusammen mit dem erfahrenen Coach Jochen Häussermann-Schuler hat die FES OnlineAkademie vier kurze Filme erstellt, die typische Arbeitsfelder der Integrationsarbeit aufgreifen, Handlungs- und Lösungswege aufzeigen und alle Aktiven in ihrer täglichen Arbeit unterstützen mögen.

Die Themen lauten:

 

 

Integration - wie geht das?



Zuwanderung als Bedrohung oder was hält die Gesellschaft zusammen?





Heimat und Fremdheit - Konkrete Handlungsfelder in der Integrationsarbeit



Dauerhaftes Engagement in der Integrationsarbeit







Religion im Streit - Der Islam zwischen Pegida und Leitkultur einer säkularen Gesellschaft


Am 20. Oktober 2014 demonstrierten in Dresden unter der Bezeichnung PEGIDA erstmals "Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes".

Der Begriff der "Abendländer" taucht im 16. Jahrhundert auf. Er konstruierte den westlichen Teil des Römischen Reiches als einen einheitlichen romanischen, germanischen und christlich-katholischen Kulturraum (Okzident) in Abgrenzung von der islamischen Welt und der orthodoxen Kirche Osteuropas (Orient).

Im Nationalismus der deutschen Romantik des 19. Jahrhunderts richtete sich "Abendland" als Abgrenzung verstärkt gegen das Judentum.

In den ersten zwei Jahrzehnten nach 1945 diente die "abendländische Kultur" als Bollwerk gegen die drei Bedrohungen des bürgerlich-konservativen Gesellschaftsmodells:

  • die individualistische Moderne der USA,
  • den kollektivistischen Totalitarismus der Sowjetunion und
  • den antikirchlichen Nihilismus der NS-Ideologie.


Das dreigliedrige Schulsystem, die Bekenntnisschule und der altsprachliche Unterricht an den Gymnasien garantierten bis Mitte der sechziger Jahre Schutz vor Veränderungen.

Heute ist "Abendland" ein Kampfbegriff gegen vermeintliche "Islamisierung" und "Überfremdung".

Bei diesem kurzen Blick zurück in die Geschichte wird ersichtlich, dass der Begriff "Abendland" immer wieder grundlegenden Wandlungen unterworfen war, in verschiedenen Epochen neu interpretiert und instrumentalisiert wurde.