Keynesianismus

Der Keynesianismus ist eine der beiden großen Theorierichtungen der Wirtschaftswissenschaften. Er basiert auf der Theorie Maynard Keynes, die später von anderen aufgegriffen, weiterentwickelt und modifiziert wurde. Im Mittelpunkt der keynesianischen Theorie steht die Nachfrageseite. Das bedeutet, dass die Höhe der effektiven Nachfrage einen wesentlichen Teil der Theorie bildet.

Der Keynesianismus geht davon aus, dass sich Märkte nicht selbst regulieren. So tritt er denn auch âEUR" im Gegensatz zu liberalen Theorien âEUR" dafür ein, dass der Staat den Wirtschaftslauf beeinflusst, um so Konjunkturschwankungen zu vermeiden und für Vollbeschäftigung zu sorgen. Dies soll mittels einer aktiven, antizyklischen Wirtschaftpolitik geschehen. Darunter ist zu verstehen, dass der Staat in konjunkturell schwachen Perioden seine Ausgaben erhöht, in konjunkturell stärkeren Perioden seine Ausgaben hingegen senkt.